Orankesee-Terrassen in Hohenschönhausen

Gediegene Gastronomie mit Seeblick

05.07.2017, Marcel Gäding

Innensenator Geisel, Bezirksbürgermeister Grunst, das Gastronomenehepaar Kitsos, Vereins-Chef Ritter, Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel und Architekt Weidemüller bei der Eröffnung (v.l.n.r.). Foto: Marcel Gäding

Hohenschönhausen. Nach einer fast zwei Jahrzehnte währenden Zwangspause gibt es am Orankesee in Alt-Hohenschönhausen wieder ein Restaurant mit Seeblick. Am Mittwoch (5. Juli) wurden die „Orankesee-Terrassen“ an der Stelle des 1997 abgebrannten Wirtshauses am Orankesee eröffnet – mit freiem Essen, Sekt, Saxophon-Musik und prominenten Gästen. Rund 2,2 Millionen Euro investierte der Gastronom Nikolaos Kitsos in den Neubau, der sich trotz seiner modernen architektonischen Züge gut in den Kiez einfügt. Neben dem Restaurant gibt es auch einen großen Biergarten am Ufer des Orankesees.

Gut zehn Jahre lang hatte sich der Förderverein Obersee-Orankesee darum bemüht, für den traditionsreichen Standort an der Orankestraße einen Investor zu finden – mit Erfolg. Umso erleichterter war am Mittwoch der Vereinsvorsitzende. „Ich bin heute richtig froh“, sagte Dr. Jörg Ritter zur Eröffnung der Orankesee-Terrassen. Für ihn und den Verein sei ein Traum in Erfüllung gegangen. Das Engagement dafür, an der Stelle des einstigen, 1892 eröffneten und 1997 bei einem Brand zerstörten Wirtshauses eine neue Restauration anzusiedeln, war langwierig. Auch, weil sich die Verhandlungen zwischen dem letzten Eigentümer – dem landeseigenen Wohnungsunternehmen Gesobau – und dem neuen Besitzer Nikolaos Kitsos hinzogen. Die Hartnäckigkeit der Anwohner habe sich gelohnt, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD), der sich zunächst als Baustadtrat, später als Bezirksbürgermeister und schließlich auch als Stadtentwicklungssenator in die Verhandlungen einbrachte – und zum Dank am Mittwoch zum Ehrenmitglied des Fördervereins ernannt wurde. „Das Engagement des Vereins darf man als vorbildliche Bürgerbeteiligung bezeichnen“, sagte Geisel. Sein Nachfolger im Bürgermeisteramt Michael Grunst (Die Linke) erinnerte ebenfalls daran, welch steiniger Weg es bis zur Eröffnung der neuen Orankesee-Terrassen war. „Dank des Unternehmertums einerseits und der engagierten Bürgerschaft andererseits ist es gelungen, diesen Ort neu zu gestalten“, sagte Grunst. Wolfgang Engels, Mitglied im Vorstand des Wirtschaftskreises Hohenschönhausen-Lichtenberg, würdigte den Mut von Nikolaos Kitsos, zu investieren. „Die neuen Orankesee-Terrassen sind auch Ausdruck für die zunehmende Attraktivität des Bezirks.“ Das Angebot an hochwertiger Gastronomie, das in Lichtenberg eher übersichtlich ist, werde bereichert.

Orankesee-Terrassen mit mediterraner Küche

Bislang machte sich Gastronom Kitsos mit griechischen Restaurants in Adlershof und Zeuthen, eine Zeit lang auch am Malchower Weg in Hohenschönhausen, einen Namen und genießt bei seinen Gästen einen guten Ruf. Am neuen Standort setzt er jedoch auf mediterrane Küche, bietet auch Kaffee und Kuchen an. Jörg Ritter freut sich, dass mit dem neuen Eigentümer ein Betreiber gefunden werden konnte, der das Restaurant das ganze Jahr geöffnet haben wird. Bis vor zwei Jahren gab es zwar bereits einen Ersatz für das Wirtshaus. Der einstige Biergarten war jedoch nur in den Sommermonaten in Betrieb.

Letztendlich ist der Förderverein mit den neuen, vom Architekten Ludger Weidemüller entworfenen Orankesee-Terrassen auch in Sachen Kiezentwicklung ein Stück weiter. Das Restaurant ist Teil eines Seenparks, der nach und nach rund um Obersee und Orankesee entwickelt wird. Die Orankesee-Terrassen sind täglich von 11 bis 24 Uhr geöffnet. Sie befinden sich in der Orankestraße 41.

Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden