Medizinisches Versorgungszentrum entsteht im KEH

Neubau soll 2018 fertig sein

03.12.2016, Marcel Gäding

Fotos: Volkmar Eltzel (1), Marcel Gäding (2-5). Zum Vergrößern bitte auf das Startbild klicken.

Lichtenberg. Nachdem die Gebäude auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH) in den vergangenen Jahren saniert wurden, wird auf dem Gelände nun auch neu gebaut: Vor kurzem begannen am Rande des historischen Krankenhaus-Areals an der Herzbergstraße die Arbeiten für die 19,2 Millionen Euro teure Erweiterung.

Orientierung an historischen Gebäuden

In dem Neubau soll Platz für ein Medizinisches Versorgungszentrum, Behandlungsräume und mehrere Stationen geschaffen werden. 72 neue Betten entstehen im KEH. Und die sind auch dringend notwendig, denn wegen der wachsenden Zahl an Patienten stößt die Klinik an ihre Kapazitäten. Für den Architekten Thomas Rinne stellt der Neubau jedoch eine Herausforderung dar: Er muss sich optisch in das bauhistorisch bedeutende Ensemble der bestehenden Klinkerbauten einordnen. Diese entstanden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nach den Plänen des einstigen Stadtbaurats Hermann Blankenstein und wurden nach der Wende behutsam saniert. Im Laufe der Jahre entstanden Fachabteilungen unter anderem im Bereich Geriatrie und Demenz, Neurologie und Schlaganfallversorgung, Orthopädie und Unfallchirurgie, Gefäßmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie Psychiatrie und Psychotherapie und Psychosomatik. Außerdem ist das KEH wichtige Anlaufstelle für die Notfallversorgung von Patienten.

Zusätzliche Erweiterungen geplant

Der Neubau wird als eine Art Pavillon geplant, erläutert Rinne. Er erhält zudem unter- und oberirdisch Übergänge zu den bereits bestehenden Häusern auf dem Areal. Der Architekt sagt, dass das neue Gebäude ein erster Baustein von zusätzlichen Erweiterungen sei. Mit der Fertigstellung wird derzeit im zweiten Quartal 2018 gerechnet. „Die Entwicklung des Krankenhausstandortes ist wichtig für Lichtenberg“, erklärte Stadtentwicklungsstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) bei der Grundsteinlegung Ende Oktober. Vor dem Hintergrund steigender Einwohnerzahlen müssten auch mehr Krankenhausbetten zur Verfügung gestellt werden.

Rund 1.000 Beschäftigte

Derzeit verfügt das KEH über 748 Krankenhausbetten in 13 Fachabteilungen. Die Patienten werden von rund 1.000 Angestellten und Medizinern versorgt. Träger der weitläufigen, parkähnlichen Krankenhausanlage sind die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Berlin-Brandenburg.

 

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