20,5 Millionen für neues Dienstgebäude der Bezirksverwaltung

Neubau in Alt-Friedrichsfelde

13.02.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Lichtenberg. Der Bezirk erhält aus den sogenannten Siwana-Mitteln (Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds) rund 20,5 Millionen Euro für den Neubau eines Bürodienstgebäudes am Standort Alt-Friedrichsfelde 60. Das teilte Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Linke) am Montag, 12. Februar, mit. Vor kurzem hatte der Senat den Berliner Bezirken jeweils sechs Millionen Euro aus diesem Topf als zusätzliche Investitionsmittel zugebilligt. Vier Bezirke – neben Lichtenberg auch Pankow, Spandau und Marzahn-Hellersdorf – bekamen jedoch noch mehr Geld. Damit sollen sie ihre Verwaltungsgebäude in Ordnung bringen bzw. ausbauen. Denn mit der wachsenden Stadt Berlin muss auch die zuvor reichlich ausgedünnte Verwaltung wieder wachsen.

Der gesamte Campus wird aufgewertet

Das neue Lichtenberger Bürodienstgebäude soll auf dem Campus in Alt-Friedrichsfelde entstehen, den sich die Behörde mit der Hochschule für Wirtschaft und recht Berlin (HWR) teilt. „Damit wird der gesamte Komplex aufgewertet“, sagt Grunst. Denn es ist dort nicht nur an den Verwaltungsneubau gedacht. Das ziemlich verschlissene Gebäude an der Alfred-Kowalke-Straße, wo jetzt noch das Lichtenberger Gesundheitsamt seinen Sitz hat, soll abgerissen werden. Der Platz wird für studentisches Wohnen zur Verfügung gestellt. Auch eine Kita soll geschaffen werden. Die HWR habe großes Interesse an solch einer Lösung, sagt der Bürgermeister.

Fertigstellung in drei bis vier Jahren

Der Büroneubau soll hinter den Hochschulgebäuden entstehen, in einem Geländeteil zum Tierpark hin. „Zur Zeit gibt es eine bezirkliche Abstimmungsrunde zur konkreten Bedarfsplanung“, sagt Grunst. „Nach Einschätzung unseres Baubereiches könnte das Gebäude in etwa drei bis vier Jahren fertig sein.“ Das Projekt benötige zwar keinen Bebauungsplan, weil es an einem Verwaltungsstandort realisiert werden soll. Doch es müsse wegen der Höhe der veranschlagten Kosten europaweit ausgeschrieben werden. Zudem bestehe laut Gesetz die Verpflichtung, auch für Kunst am Bau zu sorgen.

Nicht berücksichtigt bei der Verteilung der Siwana-Mittel wurden die Wünsche des Bezirks für ein Besucherzentrum im Mies van der Rohe-Haus in Alt-Hohenschönhausen, zum Ausbau der Kultschule und für einen weiteren Kita-Standort. “Diese Vorhaben bleiben auf der Tagesordnung, da mache ich mir keine Sorgen,” sagt Grunst. Man müsse sie jetzt mit eigenen Investitionsmitteln stemmen.

 

 

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