Gedankenbrösel vom Freitag zum Sonntag

Die Flut

12.03.2017, Mike Abramovici

Foto: Volkmar Eltzel

 



K
urzgedanken vom vergangenen Freitagmorgen: Wir treffen uns täglich früh im Büro. Der Arbeitstag fängt jedoch im Prinzip schon mit dem Wecker-Klingeln um 5.30 Uhr an und endet oftmals nicht vor 19 Uhr. Ja, wir haben uns das so ausgesucht, wir haben Spaß dabei und wir wollen nicht jammern.
Wir finden es wirklich toll, wie viele unserer Freundinnen, Freunde und Zeitgenossen es trotz ihres vollen Terminkalenders anstellen, ihre ganzen Aktivitäten auch noch zu posten. Einige schaffen es sogar bis auf 20 Beiträge täglich bei Facebook, Twitter, Instagram & Co! Uns erreicht so täglich eine unglaubliche Nachrichtenflut, die wir kaum noch schaffen zu lesen, geschweige denn zu beantworten. Da stellt sich doch ab und an auch mal die Sinnfrage: Ist es von Bedeutung, alle Informationen wahrzunehmen? Oder richtiger – nur die wichtigen? Allein das Sortieren kostet wertvolle Lebenszeit. Vom Antworten gar nicht zu reden.

Und was ist mit Initiativ-Posts? Bestimmen die „Anfangsposter“ die Themen, die Meinungen, die Richtungen des Tages? Und wenn ja, zu welchem Zweck? Muss man immer vorne mit dabei sein, posten um des Postens willen, nach dem Motto: Seht her, ich bin auch noch da und was ich alles so am Tage mache, vom Frühstück angefangen!

Manchmal beschleicht uns da schon etwas die Angst: Ja, sind wir denn zu dumm, dass wir es nicht hinkriegen, so viele Dinge einzustellen, wo es doch andere Menschen scheinbar mühelos hinbekommen? Und wollen die Freunde oder die Welt das überhaupt alles wissen, was da in den digitalen Äther hinausposaunt wird?
An diesem vergangenen Freitagmorgen sind wir jedenfalls übereingekommen, dass wir versuchen, unsere verbleibende freie Zeit lieber für persönliche Gespräche und das persönliche Miteinander zu nutzen. Was nicht heißt, Ihr solltet nichts posten – wir bewundern Euch dafür!

Aber seid nicht sauer, wir reden lieber mit Euch face to face statt face to book! Zumindest am Wochenende, das nun schon wieder fast Vergangenheit ist. So schnell vergeht nämlich die Zeit!

Weitere Gedanken-Brösel auf dem Blog von Martin W. Brösel

 

 

Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden