Schüler der Philipp-Reis-Schule knacken Weltrekord

Aktion Kalter Hund geglückt

03.12.2017, Klaus Tessmann

Fotos: Klaus Tessmann

Alt-Hohenschönhausen. Die Spannung erreichte am Sonnabend, 2. Dezember, ihren Höhepunkt, als Schulleiter Roland Härtel mit dem Gongschlag 11 Uhr zum Mikrofon griff. Er verkündete stolz das Ergebnis – der Weltrekord ist geknackt. Die Schülerinnen und Schüler der Philipp-Reis-Schule in der Werneuchener Straße haben in den vergangenen fünf Tagen den längsten und schwersten „Kalten Hund“ der Welt gebacken. Über 2 430 Kilogramm bringt er auf die Waage und erreicht eine Länge von stattlichen 734 Metern und 8 Zentimetern. Damit haben die Schüler ihre eigene Zielstellung weit übertroffen, sie wollten einen Kuchen von mindestens 650 Metern Länge schaffen. Sie haben auch ihren eigenen Rekord von 1997 geknackt. Bereits vor 20 Jahren schaffte es die Philipp-Reis-Schule nämlich mit einem Kuchen von 540,36 Meter Länge ins Guinnessbuch der Rekorde.

Ab 6 Uhr wurde aufgebaut

„Seit 6 Uhr waren wir in der Schule und haben den Kuchen in der Turnhalle aufgebaut“, erzählte die 14-jährige Lena. „Das hat uns allen ganz großen Spaß gemacht.“ Sie gehörte zu den vielen fleißigen Helferinnen und Helfern, die den Kuchen verkauften. Gut eine dreiviertel Stunde haben die offiziellen Messungen vorher gedauert. Zwei Mitarbeiter vom Vermessungsdienst des Bezirksamtes waren gekommen, um mit einem geeichten Bandmaß die exakte Länge des Gebäcks zu dokumentieren. Dabei standen ihnen vier Zeugen zur Seite, die jedes Messergebnis ordentlich protokollierten. Immer mit dabei war Schulleiter Härtel, der jede Zahl in eine Tabelle in seinem Laptop eintrug. Alle 107 Messungen wurden vom Notar Reemt Reemtsma ordentlich festgehalten. Die Ergebnisse gehen jetzt nach London. Dort müssen sie noch offiziell beurkundet werden, bevor dann die Schule erneut den Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde bekommen wird.

Erster Käufer war der Bürgermeister

Mit dem Gongschlag 11 Uhr hatten sich auch die Türen zur Sporthalle geöffnet. Eltern und auch viele andere Hohenschönhausener standen vor der Schule Schlange, um ein Stück vom „Kalten Hund“ zu erstehen. Der erste Käufer war Bürgermeister Michael Grunst (Linke), der einen Scheck vom Bezirksamt mitgebracht hatte. „Ich werde gleich zehn Meter kaufen und das Gebäck zur Berliner Stadtmission bringen.“ Dort feiern am Sonntag viele Menschen, die es sich sonst nicht leisten können, den 1. Advent. Der Bürgermeister ist begeistert von der Idee der Schüler und vom Engagement vieler Lichtenberger Firmen, die für diese Aktion gespendet haben. „Das zeigt doch, dass die Lichtenberger zusammenhalten.“

Spende wird noch vor Weihnachten übergeben

Der Erlös aus dem Verkauf geht an den Verein „Kinderträume e.V.“. Der Verein kümmert sich seit mehr als 20 Jahren um Kinder, die lebensbedrohlich erkrankt sind. In der Woche vor dem Weihnachtsfest wird die Spende dem Verein übergeben. „Die Kinder haben viele große und kleine Wünsche, die damit erfüllt werden können“, berichten Mitarbeiterinnen des Vereins. So möchten manche Kids ins Disneyland fahren, andere wünschen sich eine Gesprächsrunde mit bekannten und berühmten Sportlern. Ganz hoch im Kurs stehen dabei Fußballmannschaften.

 

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