Unternehmen erweitert Portfolio um weitere Marke

Koch-Automobile setzt auf Honda

25.01.2017, Marcel Gäding

Thomas Koch und Hirokazu Tomik bei der Eröffnung des Honda Autohauses in der Rhinstraße. Fotos: Marcel Gäding

Marzahn/ Lichtenberg. Es kommt nicht oft vor, dass ein Autohaus eröffnet und der oberste Chef der Marke höchstpersönlich unter den Gästen ist. Hirokazu Tomik aber ließ es sich nicht nehmen, den neuen Honda-Standort der Koch Automobile AG in der Rhinstraße zu besuchen. „Die Koch Automobile AG ist eines der erfolgreichsten und bedeutendsten Unternehmen in unserem Händlernetz“, sagte Tomik vor wenigen Tagen – sehr zur Freude von Unternehmensgründer Thomas Koch.

Mit der Marke Honda erweitert die Koch Automobile AG ihr Markenportfolio. Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurde dafür eigens in der Huttenstraße in Tiergarten ein Autohaus eröffnet. Jetzt folgt mit der Rhinstraße eine weitere Honda-Filiale – direkt an der Grenze zwischen Marzahn und Lichtenberg. „Damit decken wir einen Umkreis von rund 800.000 Menschen ab“, sagt Thomas Koch, der gezielt auf eine Mehrmarkenstrategie setzt. Angefangen hatten Thomas Koch und zwei Mitstreiter 1993 mit Mazda, später kamen Volvo, Citroën, Skoda und Seat hinzu. Dass sich mit Honda nun der Bogen mit einer japanischen Marke schließt, ist kein Zufall. „Japan ist ein wunderbares Land mit wunderbaren Menschen, Honda eine sehr bedeutende Marke und ist der größte Motorenproduzent der Welt“, sagt Thomas Koch. Da passt es gut, dass Honda gerade seinen Aktivitäten in Berlin ausbaut. „Wir müssen mehr Aufmerksamkeit für das Image der Marke erzeugen“, sagt Honda Deutschland-Präsident Hirokazu Tomik offen und selbstkritisch. Der Berliner Markt sei der größte Markt in Deutschland, was den Privatkundenbereich betreffe. Mit den beiden Honda-Standorten unter dem Dach der Koch Automobile AG gelinge es, 75 Prozent des Marktes abzudecken. Er persönlich habe sich bei dem Marzahner Unternehmen einen Eindruck von der Kundenfreundlichkeit und Servicequalität verschaffen können.

In guter Nachbarschaft zu anderen Autohäusern

Bewusst haben sich Thomas Koch und seine Vorstandskollegen für den Berliner Osten und die Rhinstraße entschieden. Dort sind bereits Autohäuser wie der Autokreisel Olbrich & Söhne (Renault, Dacia), Mercedes Benz, die Motor Company und eine Reihe von Gebrauchtwagenhändlern ansässig. Von Vorteil war, dass an der neuen Honda-Adresse bereits ein Autohaus stand, das von einem Ford-Vertragshändler betrieben wurde.

Mit den Honda-Flaggschiffen Civic, der bereits jetzt bei Koch zum Verkauf steht, und dem Sportflitzer NSX sollen in erster Linie Kunden angesprochen werden, die es sportlich und fortschrittlich mögen. „Berlin hat ein Potenzial für den Verkauf von 800 Honda-Neufahrzeugen im Jahr, wir möchten davon gerne die Hälfte verkaufen“, lautet die Devise von Thomas Koch.

Die Ausweitung des Markenportfolios der Koch Automobile AG dürfte sich auch auf ein nicht unwichtiges Ranking auswirken. 2015 lag das Unternehmen nach Angaben des Branchenportals www.autohaus.de auf Platz 68 der Liste der 100 größten Autohändler Deutschlands. Angefangen hatten Thomas Koch und seine Kollegen einst in einem Container in Marzahn. Inzwischen beschäftigt die Koch Automobile AG in Berlin und Brandenburg rund 350 Mitarbeiter und verkauft jedes Jahr mehr als 3.000 Neuwagen sowie mehr als 3.350 Gebrauchtwagen. Der Jahresumsatz liegt inzwischen bei etwa 150 Millionen Euro.

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