Inklusionspreis dritte Runde

07.08.2017, Pia Szecki

Lichtenberg. Das Bezirksamt Lichtenberg hat für die diesjährige Vergabe des Inklusionspreises am „Internationalen Tage für Menschen mit Behinderungen“ das Motto: „Arbeit und Behinderung“ gewählt. „Inklusion ist in der schulischen und beruflichen Ausbildung ebenso wichtig wie am Arbeitsplatz. Noch immer zahlen viele Arbeitgeber lieber die Ausgleichsabgabe, anstatt Arbeiternehmer/innen mit Behinderung einzustellen. Das muss sich ändern: Wir gehen mit guten Beispiel voran: über 10 Prozent der Beschäftigten im Bezirksamt Lichtenberg haben eine Schwerbehinderung oder gelten als Gleichgestellte gegenüber schwerbehinderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. In diesem Jahr möchten wir Inklusion im Arbeitsalltag würdigen und fördern“, erklärt Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke).

Hintergrund: Inklusion ist das wichtigste Ziel der seit 2009 geltenden UN-Behindertenrechtskonvention, die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen mit und ohne Behinderung am gesamt gesellschaftlichen Leben fordert. Dieses Ziel fördert auch der Bezirk für die Menschen in den Kiezen: So wird einmal jährlich das Engagement jener Bürger, Träger, Vereine, Verbände, Unternehmen und Initiativen in der Behindertenhilfe mit dem Lichtenberger Inklusionspreis anerkannt und gewürdigt, die zur gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen beitragen.

Der Bezirksbürgermeister, die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Vertreter des Bezirksbeirates von und für Menschen mit Behinderung, der BVV und Akteure wählen unter den eingegangenen Vorschlägen eine geeignete Preisträgerin oder einen Preisträger aus. Der Inklusionspreis wird in Form einer Trophäe, einer Urkunde und einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verliehen. Das Preisgeld dient dazu, Inklusionsprojekte zu fördern, neu zu initiieren und zu stärken. Es kann für Sachmittel, Honorare, Aktivitäten wie Ausflüge, Veranstaltungen oder Eintrittsgelder eingesetzt werden.

Begründete Vorschläge können ab sofort bis zum 6. Oktober 2017 formlos per E-Mail oder per Post an das Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Birgit Herlitze (Tel. (030) 9 02 96 35 17), Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Möllendorffstraße 6, 10367 Berlin, eingereicht werden.

 

 

 

Diesen Artikel empfehlen

Facebook Share Twitter Share

Leserkommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Bitte melden Sie sich an.



absenden