Noch rund 90 freie Stellen auch für Quereinsteiger

IKEA setzt auf Kunden-Service

21.02.2018, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel (1-3, 5-11), IKEA (4). Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Lichtenberg. Das deutschlandweit dritte Customer Support Center des aus Schweden stammenden Möbel- und Einrichtungskonzerns IKEA wurde am Dienstag, 20. Februar, in einem Bürogebäude an der Rhinstraße feierlich eingeweiht. 90 zusätzliche Arbeitsplätze sind so entstanden, rund 90 weitere sollen noch in diesem Jahr folgen. Über die Hälfte der bereits eingearbeiteten neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Lichtenberger. Schon seit der stillen Öffnung im November 2017 beraten und betreuen sie IKEA-Kunden von Montag bis Sonnabend zwischen 8 und 20 Uhr im Schichtbetrieb, stimmen Termine für die Lieferung nach Hause ab und beantworten Fragen – zum Beispiel zur Eigenmontage der Möbel. Alle Kommunikationskanäle werden dafür genutzt: Telefon, E-Mail, Brief, Soziale Medien und ab März wird sogar in Echtzeit gechattet. „Seit November haben wir hart gearbeitet und trainiert“, sagt Joanna Rühling, die Leiterin des Support Centers. „Das hat uns zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen lassen. Gegenseitige Unterstützung und ein fairer Umgang miteinander ließen Freundschaften entstehen.“

Gute Partnerschaft erwünscht

Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Linke), der das symbolische Eröffnungsband mit durchschnitt, freut sich über die Standortwahl für das Support Center und über die neuen Arbeitsplätze. Der aufstrebende Bezirk und die Kette von Einrichtungmärkten hätten Gemeinsamkeiten und passten gut zueinander, sagte er. „Lichtenberg bietet als kinder- und familienfreundlicher Bezirk gute Rahmenbedingungen – und IKEA ist ein kinder- und familienfreundliches Unternehmen.“ Gerade entstünden in der Nachbarschaft des Marktes an der Landsberger Allee 2.000 neue Wohnungen, in ganz Lichtenberg bis zu 11.000 in den nächsten Jahren. Die Zuzüge von neuen Bewohnern hielten unvermindert an. Der Lichtenberger IKEA-Markt sei perspektivisch mit 600 bis 700 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber im Bezirk. „Ich würde gerne eine Verbindung eingehen, um soziale Belange gemeinsam weiter voranzubringen. So funktioniert gute Partnerschaft“, sagte der Bürgermeister.

Klaus Cholewa, Customer Experience Manager für IKEA Deutschland sagte: „Natürlich bleiben unsere Einrichtungshäuser der wichtigste Verkaufskanal.“ Aber gerade junge Menschen würden immer mehr auch online einkaufen und sich Möbel und weitere Waren nach Hause liefern lassen. „Im vergangenen Jahr machte der Anteil des Online-Geschäfts der Lichtenberger IKEA-Filiale 30 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Deutschlandweit laufen sechs Prozent des IKEA-Umsatzes über das Internet“, so der Manager. Deshalb soll zu den IKEA-Vorteilen: gute Funktion, Qualität, Nachhaltigkeit, niedriger Preis und modernes Design nun noch der gute Support kommen. Noch gebe es zu lange Wartezeiten bei Anrufen und bei der Beantwortung von E-Mails, sagte Klaus Cholewa.

Top-Arbeitsbedingungen

An die Beschäftigten im IKEA Center für Kundenberatung und -betreuung werden hohe Anforderungen gestellt: Freundlichkeit, auch wenn für Kunden mal etwas nicht so gut gelaufen ist, gehört obligatorisch dazu. Daneben müssen die Berater das komplette Produktsortiment mit fast 10.000 Artikeln kennen, um auch bei Detailfragen weiterhelfen zu können. Gute Arbeitsbedingungen finden die Mitarbeiter an der neuen Arbeitsstätte allemal vor. Der Einrichtungskonzern lässt sich die zu erwartenden guten Kundenkontakte etwas kosten: Die Räume sind hell und modern eingerichtet, haben schallabsorbierende Fußböden und Decken sowie Schreibtische, die höhenverstellbar sind. Es gibt mehrere Tee- und Kaffee-Küchen, Räume für Meetings und Pausen sowie einen Fitnessbereich, sogar mit separatem Massageraum. Einzelbüros haben keine Türen, die Vorgesetzten sollen jederzeit ansprechbar sein. Die Lichtintensität stellt sich je nach der Außen-Helligkeit automatisch ein und die Heizung regelt herunter, sobald ein Fenster geöffnet wird. Auf sogenannten Inspirationsflächen sind die verkaufsstärksten und komplexesten Möbel aufgebaut. Hier kann schnell mal nachgeschaut werden, woran es liegt, wenn bei den Einrichtungsgegenständen der Käufer irgendetwas klemmt.

Neue kompetente Kollegen gesucht

Die großzügige Anlage und Ausstattung des Lichtenberger Customer Support Centers von IKEA und die dort Beschäftigten vermitteln – zumindest am Tag der Einweihung – den Eindruck: Hier macht es Freude zu arbeiten. „Noch bis zum 1. Mai suchen wir neue Kollegen“, sagt die Chefin Joanna Rühling. Neben erfahrenen Call-Center- Mitarbeitern seien auch Quereinsteiger willkommen. Wer Interesse hat, der schaue auf die IKEA-Webseite oder bei StepStone.de, Stellenanzeigen.de und Monster.de.

 

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