Statt spektakulärer Wolkenkratzer nun ein bodenständiges Quartier

Hotel, Büros, Wohnungen

10.02.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Alt-Hohenschönhausen. Wo einst das Hochhausprojekt „The Square“ angekündigt war, hat der Eigentümer, die Immonen Group, jetzt umgeplant. An der Konrad-Wolf-Straße Ecke Weißenseer Weg – dort stehen noch die Ruinen des einstigen Kongresszentrums und des Sporthotels – soll es künftig zwei sieben- und zwei elfgeschossige Blöcke geben mit insgesamt 72.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Gedacht sind die Gebäude für Wohnungen und Büros, aber auch ein Hotel soll entstehen. Geschaffen werden Stellplätze in Tiefgaragen, aber auch ebenerdig. Und weil das 31.000 Quadratmeter große Gelände nach dem Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung erschlossen wird, ist auch an eine Kita und einen Kinderspielplatz gedacht. Yvonne Glätzer, Geschäftsführerin der Immonen Holdings Germany GmbH, hatte das Projekt kürzlich im Stadtplanungsausschuss der Bezirksverordnetenversammlung (BBV) Lichtenberg vorgestellt.

An Howege-Quartier angepasst

Das wird nicht so spektakulär wie der einst von Projektentwickler Dirk Moritz geplante Square mit drei Wolkenkratzern, die Siegerprodesten ähneln sollten – eine Reminiszenz an das benachbarte Sportforum Berlin mit Deutschland größtem Olympiastützpunkt. Das neue Vorhaben wirkt gegenüber dem inzwischen geplatzten Luftschloss (wir berichteten) bodenständiger und besser an die Umgebung angepasst. „Wir orientieren uns auch am Projekt der Howoge, das gegenüber realisiert werden soll“, sagte Yvonne Glätzer. Auf dem ehemaligen Omnibus-Parkplatz der BVG am Weißenseer Weg Ecke Hohenschönhauser Straße will die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft ein neues Quartier mit rund 750 Wohnungen schaffen.

Ruinen kommen erst mit B-Plan weg

Wann auf dem Immonen-Grundstück gebaut werden wird, ist allerdings noch offen. Da das alte Bebauungsplanverfahren beendet ist, muss nunmehr ein neuer Bebauungsplan erarbeitet und dann festgesetzt werden. Üblicherweise dauert das eineinhalb bis zwei Jahre. „Wir hoffen im Interesse einer zeitnahen Bebauung, dass wir nicht komplett bei Null anfangen müssen und die Zeitschiene optimal genutzt wird“, sagt die Immonen-Geschäftsführerin. Die Ruinen sollen laut Glätzer erst abgerissen werden, wenn der B-Plan verabschiedet ist. Die Hohenschönhausener werden also noch einige Zeit mit dem wenig ansehnlichen Eingang in den Ortsteil leben müssen.

 

 

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