Rabatte und Preisnachlässe sollen Kunden locken

Höffner startet in Lichtenberg durch

15.09.2017, Marcel Gäding

Nicht zu übersehen: Überdimensional wirbt Höffner für sein neues Haus in Lichtenberg. Fotos: Marcel Gäding (7), Birgitt Eltzel (1)

Lichtenberg/ Marzahn. Ein knallrotes Möbelhaus, davor wehende Fahnen: Seit Donnerstag (14. September) ist die Landsberger Allee um einen Möbel-Giganten reicher. Um 9 Uhr drängten Hunderte Kunden in die Filiale von Höffner Lichtenberg. In direkter Nachbarschaft zur IKEA-Filiale ist innerhalb von einem Jahr ein wahrer Koloss entstanden. Auf 40.000 Quadratmetern verspricht Höffner-Chef Kurt Krieger Inspirationen rund um den Möbelkauf. Kunden dürfen sich auf Rabatte von bis zu 25 Prozent und Preisnachlässe von bis zu 3.000 Euro freuen.

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr war für das neue Höffner-Haus in der Landsberger Allee der Grundstein gelegt worden. LiMa+ berichtete. Obwohl Firmen-Chef Kurt Krieger allein unter dem Namen Höffner 19 Einrichtungszentren unterhält, lag ihm der Standort Lichtenberg besonders am Herzen. Mehrere Jahrzehnte dauerte sein Engagement, auch wegen der komplizierten Eigentumsverhältnisse und Grundstücksbesitzern, die an der Stelle der neuen Höffner-Filiale zunächst einen Ableger der SB-Warenhauskette Globus errichten wollten. Das Projekt scheiterte jedoch – unter anderem an den Behörden, die mit einem Supermarkt dieser Größe planungsrechtlich ihre Probleme hatten. Und so kam Krieger zum Zuge, der 1948 in Lichtenberg geboren wurde und der sich nach eigenen Angaben sehr mit dem Bezirk verbunden fühlt. Als Geschäftsmann weiß er aber auch, dass der Standort für ein Möbelhaus dieser Größe perfekt ist – liegt er doch an der sechsspurigen Landsberger Allee und verspricht eine hohe Kundenfrequenz. Für den Neubau ordnete Höffner sein Filialnetz für Berlin um. Ein Großteil der 500 Angestellten, die jetzt in Lichtenberg arbeiten, kommt aus der früheren Filiale an der Märkischen Spitze in Marzahn. Dort wird bereits kommende Woche ein Ableger von Möbel Kraft öffnen, das ebenfalls zur Unternehmensgruppe von Kurt Krieger gehört.

Kampf um die Möbel-Kunden

Mit dem neuen Höffner-Haus in Lichtenberg geht der Kampf um die Kunden weiter. Erst im Mai hatte das nordrhein-westfälische Familienunternehmen Porta seinen ersten Berliner Standort eröffnet – direkt an der Bundesstraße 1 in Mahlsdorf. Beide Anbieter werben derzeit mit ganzseitigen Anzeigen und dicken Beilagen um die Kunden. Hinzu kommen satten Rabatte sowie Tiefpreisversprechen. „Wir haben ein sehr breites Spektrum an Möbelmärkten in der Gegend“, sagt Höffner-Filialleiter Mario Schmidt. „Letzten Endes ist es doch aber so, dass der Kunde entscheidet, wo er hingeht.“ Man setze vor allem darauf, dass sich Kaufinteressenten begeistern lassen. „Der Kunde kauft ja heute nicht nur Möbel, er braucht Inspiration“, erklärt Schmidt.

Während Porta neu in Berlin ist, setzt Höffner auf seinen Bekanntheitsgrad, langjährig erfahrene Mitarbeiter im Verkauf – und auf seine treue Kundschaft. Bereits einen Tag vor der offiziellen Eröffnung hatte Höffner Stammkunden zu sich eingeladen. „Innerhalb weniger Stunden konnten wir in unserem Hause 8.000 Menschen begrüßen“, sagt Filialleiter Mario Schmidt. Am Eröffnungstag fanden sich unter den neugierigen Kunden zudem Gäste aus der Nachbarschaft. Eine kleine Delegation der benachbarten IKEA-Filiale gratulierte dem Höffner-Team mit einem Präsentkorb.

 

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