Förderverein spendet 230.000 Euro für den Tierpark Berlin

Historische Volieren werden erneuert

01.03.2017, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel Zum Vergrößern bitte das Startbild anklicken!

Friedrichsfelde. Der Zustand der historischen Vogelvolieren vor dem Schloss Friedrichsfelde ärgert Thomas Ziolko, den Chef des Fördervereins für Tierpark und Zoo Berlin, schon lange. Denn die Sockel der großen Vogelkäfige sind bröcklig, die Eisengitter so schadhaft, dass dort sogar manchmal Kinder hineinklettern. Vögel, früher wurden dort Papageien gezeigt, haben da längst nicht mehr ihr Domizil – aus Gründen des Tierschutzes. Die Volieren, die gut zur Anlage um das Schloss passen, sollen dennoch erhalten bleiben.

Nach originalem Vorbild

Für rund 30.000 Euro wird der Förderverein die vier großen Volieren deshalb nach dem historischen Vorbild erneuern lassen. Die Sockel werden von einer Berliner Steinmetzfirma restauriert, die bereits die Erbbegräbnisstätte der Familie von Treskow im Tierpark saniert hatte. Die eigentlichen Metall-Vogelbauer wird die Firma Kunsch Metallbau aus der Siegfriedstraße erneuern. Die Lichtenberger Metallbaufirma ist bereits seit 89 Jahren dort ansässig. Sie hatte die Papageienkäfige aus Kupfer zur Tierpark-Eröffnung im Jahr 1955 hergestellt, des weiteren in der 160 Hektar großen Anlage in Friedrichsfelde auch Brückengeländer, Tierleiteinrichtungen und gestaltete Einfahrtstore. „Im Sommer beginnen die Arbeiten “, sagt Thomas Ziolko.

150.000 Euro für die Malaienbären

Doch die Restaurierung der Vogelkäfige ist längst nicht die einzige Zuwendung, die der Tierpark in diesem Jahr durch den Förderverein erfährt. „150.000 Euro geben wir für den Neubau der Malaienbäranlage“, berichtet Ziolko. „Und für ein weiteres Projekt, das gegenwärtig noch in der Abstimmung ist, werden es in diesem Jahr 50.000 Euro und im nächsten Jahr noch einmal 100.000 Euro sein.“ Das Geld kommt aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen, vor allem aber aus der Veranstaltungstätigkeit des Vereins im Schloss Friedrichsfelde.

Rund 4.000 Mitglieder hat der Förderverein derzeit, vor drei Jahren waren es erst etwa halb so viele. „Das Interesse wächst“, sagt Thomas Ziolko. Den Förderverein gibt es bereits seit 1956, bis zur Wende hatte dieser etwa 1.200 Mitglieder. Danach sank die Zahl auf rund 400. Als der Lichtenberger Ziolko im Jahr 2004 den Vorsitz übernahm, ging es wieder aufwärts. Seit 2007 wirkt der Verein ebenfalls für den Zoo Berlin – deshalb auch die Bezeichnung „Freunde der Hauptstadtzoos“. Der Mindest-Jahresbeitrag für Erwachsene liegt bei 30 Euro, für Jugendliche bis 18 Jahre bei 15 Euro.

Weitere Informationen und Kontakt:
www.freunde-hauptstadtzoos.de

 

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