Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium energetisch saniert

Goldener Schlüssel übergeben

02.02.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Lichtenberg. Schwer war der große goldene Schlüssel nicht, den Schulleiter Martin Wagner von Bürgermeister Michael Grunst (Linke) und Schulstadtrat Wilfried Nünthel (CDU) am Donnerstag, 1. Februar, entgegennahm, denn er war aus Pappmaché. Der Direktor des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums freute sich riesig, wurde ihm doch mit diesem Symbol planmäßig der zweite Teil des Schulhauses an der Franz-Jacob-Straße 8 nach eineinhalb Jahren energetischer Sanierung wieder übergeben. Für insgesamt drei Millionen Euro war das 40 Jahre alte Haus auf Vordermann gebracht worden: Es erhielt nicht nur ein neues Dach und neue Fenster, auch die Fassade wurde erneuert und das Sockelgeschoss trockengelegt. Alle Flure und Klassenräume wurden gemalert, haben neue Böden erhalten und Schall absorbierende Decken. Damit die Sonne die Schülerinnen und Schüler nicht blendet, bekamen alle Fenster individuell einstellbare Lamellen-Jalousien. Das schuleigene Tonstudio erhielt eine neue Aufnahmekabine.

Turnhalle wird ab März saniert

Bis zum Sommer soll auch der rückwärtige Teil des Schulhofs, an dem jetzt noch kräftig gearbeitet wird, hergestellt sein. Die Sanierung der ebenfalls in die Jahre gekommenen Schulturnhalle beginnt im März dieses Jahres und dauert voraussichtlich ein Jahr. Im Herder-Gymnasium nahe der Storkower Straße lernen 820 Schüler von Klasse 5 bis Klasse 12.

Bereits vor zwei Jahren war Teil B des Schulgebäudes saniert worden. Dort lernen jetzt die Schüler der Klassen 5 bis 9. Die Klassenstufen 10 bis 12 wurden für die Zeit der Sanierung des A-Teils im Filialgebäude an der Paul-Junius-Straße untergebracht. Ab Mai/Juni sollen sie dann in das neu hergerichtete Haus an der Franz-Jacob-Straße umziehen. Das Gebäude an der Paul-Junius-Straße wird nach dem Leerzug umfangreich saniert und soll danach von einer neuen Sekundarschule genutzt werden.

Der Bezirk benötigt dringend neue Schulplätze

Denn Lichtenberg, dessen Bevölkerung rasant wächst, benötigt dringend neue Schulplätze. „Noch vor einigen Jahren wurde über zu wenige Schüler geklagt“, sagte Schulstadtrat Nünthel, „jetzt haben wir Schulplatznot.“ Sowohl im Grundschul- als auch im Oberschulbereich fehlten Plätze im Bezirk. „Das ist eine große Herausforderung, der wir uns stellen.“ Bürgermeister Grunst betonte anlässlich der Übergabe des sanierten Gebäudes des Herder-Gymnasiums: „Wir hoffen, dass das Land Berlin aus der Vergangenheit gelernt hat und seine Schulbauten regelmäßig instandsetzt.“ Jahrelang waren bekanntlich aufgrund des harten Sparkurses in Berlin landeseigene Gebäude, darunter viele Kitas und Schulen, vernachlässigt worden.

Es wird weiter saniert und auch neu gebaut

In diesem Jahr wird in Lichtenberg u.a. mit der Grundinstandsetzung/Erweiterungsbau von Schulstandorten an der Wartiner Straße 6 und der Paul-Junius-Straße 69 begonnen sowie mit dem Erweiterungsbau der Schule und Sporthalle am Römerweg 120. Die Schule an der Rathausstraße 8 wird innen saniert. Fortgeführt werden sechs begonnene Grundinstandsetzungen von Sporthallen sowie der Neubau einer Sporthalle, gestartet wird die Grundsanierung von fünf Sporthallen und einer Mensa. Weitere Vorhaben im Bereich Schule und Sport sind für die nächsten Jahre in Planung, darunter der 34,4 Millionen Euro teure Neubau einer Schule inklusive Sporthalle an der Wartiner Straße 1-3.

 

 

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