Gesprächsreihe startet wieder

20.03.2017, Pia Szecki

Lichtenberg. Die erfolgreich laufende Reihe „Lichtenberger Trialoge – Gespräche zum Thema seelische Gesundheit“ wird auch in diesem Jahr wieder stattfinden. Dabei geht es um Fragen und Antworten rund um die seelische Gesundheit, die in einer offenen Diskussionsrunde erörtert werden. Das Besondere an der Veranstaltung ist der trialogische Ansatz: Betroffene, Angehörige und professionelle Helfer begegnen sich – anders als im Rahmen eines therapeutischen Gespräches – auf Augenhöhe, um sich untereinander auszutauschen.

„Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen, voneinander zu lernen, unterschiedliche Sichtweisen kennen zu lernen und letztlich einander besser zu verstehen“, erklärt der Psychiatriekoordinator des Bezirksamtes Lichtenberg, Dr. Roland Scheil. Experten durch eigene Erfahrung tauschen sich öffentlich mit Experten durch Ausbildung und Beruf aus und animieren auch das interessierte Publikum aktiv an der Diskussion mitzuwirken.

Die Bezirksstadträtin der Abteilung Familie, Jugend, Gesundheit und Bürgerdienste, Katrin Framke (parteilos für Die Linke), erklärt dazu: „Die Lichtenberger Trialoge werden mittlerweile zum 5. Mal durchgeführt und sind eines von vielen Gesundheitsprojekten im Bezirk, das sehr gut angenommen wird. In offenen Gesprächen werden einerseits fachliche Fragen erörtert und andererseits Wege ausgelotet, wie die Versorgungsqualität im Bezirk weiter verbessert werden kann. Dabei wollen wir besonders diejenigen erreichen, die bisher nicht den Weg in das Hilfesystem gefunden haben.“

Jeweils am vierten Mittwoch des Monats haben Betroffene und Angehörige die Gelegenheit, sich mit Fachleuten zu vorher festgelegten Themenschwerpunkten auszutauschen. Die Veranstaltungen finden immer von 17 bis 19 Uhr im Rathaus Lichtenberg in der Möllendorffstraße 6 im Raum 223/224 statt (außer am 13. September 2017: Raum 13a). Geplant sind im Jahr 2017 insgesamt sechs Veranstaltungen: am 29. März “Wo hört Inklusion auf und wo fängt Gleichmacherei an?”, am 26. April “Der Film in mir – subjektives Erleben von Psychosen”, am 28. Juni “Was spielst Du und wenn ja, seit wie vielen Jahren?”, am 13. September “Ich will (nicht) mehr – Nein zu Medikamenten”, am 25. Oktober “Das Leiden der Anderen – Angehörige kommen zu Wort” und am 22. November “Politik trifft Irrsinn – Verantwortliche stellen sich den Fragen”.

Die Veranstaltungen sind kostenfrei und können von interessierten Bürgerinnen und Bürgern ohne vorherige Anmeldung besucht werden. Veranstalter des Forums ist der Gemeindepsychiatrische Verbund Lichtenberg (GPV). In ihm sind aktuell mehr als 30 Träger, Institutionen und Einzelpersonen organisiert. Der GPV bietet bereits ein breites Spektrum an gemeindenahen Hilfen für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchtproblemen. Weitere Informationen im Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Abteilung Familie, Jugend, Gesundheit und Bürgerdienste, bei Dr. Roland Scheil, OE QPK (Qualitätsentwicklung, Planung und Koordination des öffentlichen Gesundheitsdienstes), unter Tel. (030) 9 02 96 45 12 oder per E-Mail.

 

 

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