Zahl der Studierenden hat sich in 20 Jahren vervierfacht

Ein zweites Haus für den Campus

09.03.2017, Marcel Gäding

Entwurf: BHBVT Architekten, Hans Joachim Wuthenow; Fotos: Volkmar Eltzel. Zum Vergr. Klick auf Hauptbild.

Hellersdorf. Durch den rasanten Anstieg der Studenten gerät die Alice Salomon Hochschule Berlin an die Grenzen ihrer räumlichen Kapazität. Abhilfe soll ein Neubau auf dem Kokoschkaplatz schaffen. Entsprechende Entwürfe liegen bereits vor.

So schnell wie möglich soll direkt am Haupthaus ein zweites Gebäude entstehen, wie die ASH mitteilte. „Als wir 1998 unseren neuen Standort im Zentrum Helle Mitte bezogen, waren bei uns 1.000 Studierende eingeschrieben“, erinnert sich Prof. Dr. Uwe Bettig, der Rektor der Hochschule, die auf soziale Arbeit, Erziehung und den Gesundheitsbereich spezialisiert ist. Inzwischen hat sich die Zahl der Lernenden auf 3.700 fast vervierfacht. Pläne für ein zweites Haus auf dem Campus gibt es bereits. Gerade wurde ein Architekturwettbewerb beendet, an dem sich 15 Planer beteiligten. Als Sieger ging eine Berliner Planergemeinschaft hervor. Die Preissumme betrug 53.000 Euro.

Studierende aus aller Welt

In dem Neubau am Kokoschkaplatz soll auf einer Fläche von 1.600 Quadratmetern neben Vorlesungsräumen und Arbeitszimmern für Dozenten auch eine Mensa entstehen. Zwar gibt es bislang eine Art Bistro im Eingangsbereich des Hauptgebäudes. Doch der Platz dort ist knapp. „Die Baukosten dürften zwischen sieben und acht Millionen Euro liegen“, sagt Bettig. Sieben Jahre dauert die Diskussion um den Erweiterungsbau bereits. Denn die Alice Salomon Hochschule Berlin zieht Studierende aus der ganzen Welt an – darunter besonders viele spanisch sprechende Menschen. Zudem baut die Hochschule ihr Portfolio stetig aus. Auch deshalb werden zusätzliche Raumkapazitäten benötigt.

Pläne liegen aus

„Der architektonische Ausdruck des Gebäudes ist freundlich und großzügig und ermöglicht die Kommunikation auch in den großstädtischen Raum“, heißt es in der Begründung der Wettbewerbsjury für den Entwurf der Berliner BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH und Stefan Bernhard Landschaftsarchitekten. Ein großer Vorteil der Arbeit sei die abschnittsweise Realisierung der drei Bauabschnitte ohne Überbauungen im laufenden Betrieb. Die Freiflächengestaltung wurde als „ideenreich und differenziert“ bewertet. Markant ist vor allem das kleine, zehngeschossige Hochhaus. Der gesamte Neubau ist mit gelben Ziegelelementen gestaltet und fügt sich damit in die bestehende Architektur des Zentrums Helle Mitte ein. Lob dafür kommt von Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke): „Der Erweiterungsbau wird durch seine Funktionalität und durch seine architektonische Qualität den Anforderungen an einen modernen Studienbetrieb gerecht“, sagte sie. Der erste Bauabschnitt soll zügig realisiert werden. Die weiteren Bauabschnitte sollen nach Vorliegen der Finanzierung möglichst zeitnah folgen.

Die Pläne, das Siegermodell und alle eingereichten Wettbewerbsarbeiten liegen vom 15. Bis zum 25. März, montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 Uhr in der Alice Salomon Hochschule Berlin, Alice-Salomon-Platz 5, Raum 226, aus.

 

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