Das Kulturforum Hellersdorf wird ab 2018 saniert

Ein Jahr früher als geplant

24.11.2017, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel (1-2), Natalija Sudnikovic (3)

Hellersdorf. Das Kulturforum Hellersdorf an der Carola-Neher-Straße 1 wird ab Mai kommenden Jahres saniert. Die veranschlagten Kosten dafür liegen bei rund 2,2 Millionen Euro. Die Arbeiten an dem 1992 in Betrieb genommenen Flachbau beginnen ein Jahr früher als ursprünglich geplant. „Es waren überraschend Mittel aus dem Programm Stadtumbau Ost dafür frei“, sagt die für die bezirklichen Immobilien und Kultur zuständige Stadträtin Juliane Witt (Linke). Die Fertigstellung ist zu September 2019 vorgesehen.

Ursprünglich als Jugendclub konzipiert

Das Haus, das seit 2003 vom Kulturring Berlin e.V. betrieben wird, war ursprünglich als Jugendclub konzipiert worden. Nach der Wende 1989 war es noch nicht komplett, dafür gab es schon Pläne für eine Umnutzung als Kulturhaus für die junge Großsiedlung Hellersdorf. Doch der Bau gestaltete sich kompliziert, das Gebäude wies etliche Mängel auf. Erst nach mehreren Anläufen konnte es vor einem Vierteljahrhundert eröffnet werden.

Fassade und Decke undicht

Seitdem wurde am Haus nichts mehr gemacht. „Es ist inzwischen stark sanierungsbedürftig“, sagt die Stadträtin. Das Gebäude ist in mehreren Fassaden- und Deckenbereichen undicht, sodass Feuchteschäden aufgetreten sind. Außerdem entspricht die größte Kultureinrichtung in Hellersdorf nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein Kulturhaus und bedarf einer Neuordnung und der Optimierung von Nutz- und Nebenflächen sowie einer Verbesserung der Beleuchtung und Belüftung. Die Zugänge entsprechen ebenfalls nicht mehr den heutigen Anforderungen (Barrierefreiheit). Zudem ist eine energetische Aufwertung und Ertüchtigung der Haustechnik geplant.

Veranstaltungen außer Haus

Der Kulturring e.V., der während der Bauzeit das Gebäude nicht nutzen kann, wird Veranstaltungen in anderen Einrichtungen im Bezirk durchführen. „Die Jugendkunstschule, das Kunsthaus Flora und die ‚Kiste’ stehen als mögliche Orte dafür bereit“, sagt die Kulturstadträtin.

Im Dezember russische Weihnacht

Bis zur Bauvorbereitung geht es aber erst einmal mit den Veranstaltungen an der Carola-Neher-Straße weiter, im Dezember mit zahlreichen Vorführungen zur Weihnachtszeit, darunter dem russischen Jolkafest für Kinder unter Regie von Natalija Sudnikovic.

Weitere Infos zum Programm hier…

 

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