Das Kulturforum Hellersdorf wurde vor 25 Jahren eröffnet

Eigentlich als Jugendclub konzipiert

14.02.2017, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel Zum Vergrößern bitte auf das Startbild klicken!

Hellersdorf. Am heutigen Dienstag, 14. Februar, tritt im Kulturforum Hellersdorf so wie oft das Theater Jaro auf. Um 10 Uhr heißt es für Kinder ab 2 Jahre „Zimbel Zambel: Mario, der Eismann und der Pinguin“, Eintritt 4,50 Euro. Am nächsten Tag ist der Eintritt in die Einrichtung an der Carola-Neher-Straße 1 frei. Dann wird ab 16 Uhr ein Vierteljahrhundert Kulturforum gefeiert, das Haus begeht sein 25-jähriges Jubiläum. Eröffnet wurde es am 15. Februar 1992 mit einem Auftritt des Männerchors Eintracht Mahlsdorf und einer Kindertanzgruppe.

Flachbau mit Garten

Ursprünglich war der Flachbau mit Garten als Jugendclub konzipiert worden, der auch als Wohngebietsclub und Schülerspeisung genutzt werden sollte. Nach der Wende 1989 war er zwar noch nicht komplett (die Fertigstellung etlicher Gebäude in der Großsiedlung Hellersdorf dauerte bis 1992), dafür gab es schon Pläne für eine Umnutzung: Nun sollte er ein Kulturforum werden. Denn in der Plattenbausiedlung gab es zu wenige kulturelle Möglichkeiten – einzig die „Kiste“ an der Heidenauer Straße, gegründet als Filmclub, war vorhanden. Das Multiplexkino CineStar an der Stendaler Straße, damals das erste Multiplex in ganz Berlin, wurde erst 1997 eröffnet.

Der Stadtrat harrte und bangte

So war es nicht verwunderlich, dass dem damaligen Bezirk Hellersdorf viel am Kulturforum lag. Doch es gab etliche Probleme mit dem Bau, der damalige Kulturstadtrat Werner Riedel (FDP) musste harren und bangen. Das Umfeld war nach der Wende noch nicht gestaltet, der Baukörper wies zahlreiche Mängel auf. Ich erinnere mich selbst gut an etliche Pressetermine und immer wiederkehrende Nachfragen, wann das Kulturforum denn nun an den Start gehen könne. Als die Bauabnahme endlich positiv verlaufen war, fünf Tage vor der Eröffnung des Hauses, war nicht nur der Stadtrat froh.

Seit 2003 in freier Trägerschaft

Rund neun Jahre blieb das Kulturforum unter der Regie des Bezirks. Schon 1994 startete der Kulturring Berlin e.V. (anfangs noch als Kulturbund) dort seine Programmangebote. Im Jahr 2003, als sich der Bezirk mangels Finanzen von etlichen Einrichtungen trennte, bewarb sich der Verein um das Haus und erhielt den Zuschlag. Vor allem Veranstaltungen für Kinder und Senioren finden dort viele Besucher, zudem Programme für Russlanddeutsche, die einen beträchtlichen Teil des Publikums stellen. Karten für Maslenitza, die traditionelle russische Winteraustreibung, die in diesem Jahr am 26. Februar stattfindet, sind immer ganz schnell weg.

Männerchor singt live

Übrigens: Der Männerchor Eintracht Mahlsdorf, der schon zur Eröffnung des Kulturforums auftrat, ist ebenfalls in dieser Woche dort live zu erleben. Am Sonnabend, 18. Februar, gibt er ein Konzert zu seinem 125. Chorjubiläum. Das beginnt um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

 

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