Hund + Katz

Der Pinguin hält die Leine

22.01.2017, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

An frostigen Tagen überschlagen sich im Netz und auch in Print die hilfreichen Hinweise dazu, wie man sich am Besten fortbewegt, ohne auf eisigen Gehwegen und Straßen auszurutschen. Und wenn doch, dann ohne nennenswerte Blessuren bei einem Sturz davonzutragen. Man soll es machen wie die Pinguine: Runder Rücken, vorgebeugter Oberkörper, Kopf etwas Richtung Kinn und dann immer schön vorsichtig watscheln. Weil es in unserer Siedlung tatsächlich noch immer ziemlich glatt an vielen Ecken ist, tun wir das. Auch wenn es einigermaßen blöd aussieht.

Sehr zur Freude von Rudi, dem Terrier-Mischling. Wann hat der sonst schon mal die Chance, von Pinguinen auf seinen Spaziergängen begleitet zu werden? Wir, dick verpackt in Daunenjacken, halten also die Leine – und der Hund zieht fröhlich voran. Denn anders als wir mit unseren mehr oder minder glatten Schuhsohlen (das Profil ist auch nicht mehr das, was es mal war), kann er auf seinen behaarten vier Pfoten ziemlich sicher voranpreschen.

Die Katze hält Winterschlaf

Kommen wir nach der Gassi-Runde zurück, wissen wir: Das Leben ist kein Ponyhof, sondern beschert uns ziemlich häufig die Mühen der Ebenen. Doch der Aufenthalt an der Winterluft tut uns gut. Dem Hund bekommt er allerdings noch besser. Kaum ist der wieder im Warmen, will er weiter toben. Wenn wir als Spielkameraden ausfallen (erst mal verschnaufen!), versucht Rudi Kater Winnie zu Aktivitäten bewegen. „Komm, lass uns raufen oder Verstecken spielen“ – unablässig posiert er vor dem Katzensessel. Doch daraus ist häufig nur ein gar nicht so leises Schnarchen zu vernehmen. Das Tier nutzt den Winter, um sich mal gründlich auszuschlafen, ungefähr 20 Stunden am Tag. Im Frühjahr muss man ja schließlich wieder fit sein, wenn die Vöglein fliegen und vorwitzige Mäuslein durch den Garten huschen.

Wir rätseln, mit wem wir jetzt am liebsten tauschen würden – mit Hund oder Katze. Aktivität oder Faulheit zur Winterszeit? Hat beides etwas für sich. Schließlich gibt es auch Menschen, die trotz Schnee und Eis joggen, und andere, die es sich in der warmen Stube gemütlich machen. Egal, wofür man sich entscheidet: Die Hauptsache ist, man hat Spaß dabei.

 

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