Michael Grunst setzt eine Lichtenberger Tradition im Tierpark fort

Der Bürgermeister als Pate

16.02.2017, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel Zum Vergrößern bitte auf das Startbild klicken.

Friedrichfelde. Für Eddie, das Katta-Männchen, aus dem Tierpark Berlin, war der heutige Donnerstag, 16. Februar, ein ganz besonderer Tag. Nicht nur, weil der Halbaffe ungewohnten Besuch in seinem Gehege erhielt – Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Linke) machte Eddie und seiner Familie (Gefährtin Mandy und Tochter Charline) dort seine Aufwartung. Und verteilte Apfelstückchen, die ihm förmlich aus den Händen gerissen wurden. Denn Äpfel und hin und wieder auch Birnen sind absolute Leckereien für die Tiere. Sie bekommen das Obst nur selten, erzählt Katja Niemann, die Zoologische Leiterin des Tierparks. Die Kattas müssen maßhalten mit den Kalorien – vor allem faserreiches Gemüse und Salate stehen üblicherweise auf ihrer Speisekarte.

Schlemmen an Festtagen erlaubt

Aber an einem Festtag darf man ruhig einmal schlemmen. Der Bürgermeister wurde schließlich Eddies Pate, das musste gefeiert werden. Und weil keiner zu kurz kommen sollte, durften sich auch Mandy und Charline Apfelstücke holen. Gebissen oder gezwickt hat übrigens keines der Tiere. „Die sind friedfertig und an Menschen gewöhnt“, sagt Katja Niemann.

Zuvor hatte Michael Grunst aus den Händen von Zoo- und Tierparkchef Andreas Knieriem eine Patenschaftsurkunde erhalten, einen knuffigen Plüschkatta fürs Bürgermeisterzimmer gab’s auch noch dazu. Mit 300 Euro pro Jahr unterstützt der Pate jetzt den Tierpark. Bei Eddie vorbeischauen darf er natürlich so oft er will.

Symbol für Klima- und Artenschutz

Grunst setzt eine Lichtenberger Tradition fort. Bereits Ende der 1990er-Jahre hatte der damalige Bürgermeister Wolfram Friedersdorff (PDS) eine Tierpatenschaft in Friedrichsfelde übernommen, erinnert sich der Chef des Fördervereins für Tierpark und Zoo, Thomas Ziolko. Die nachfolgenden Bürgermeister taten das ebenfalls. Christina Emmrich (Linke) wurde Adler-Patin, Andreas Geisel (SPD) hatte eine Patenschaft für ein Vietnamesisches Hängebauchschwein und Birgit Monteiro (SPD) für ein Känguru. Warum es bei Grunst der Katta Eddie geworden ist, begründet er damit, dass man auch ein Symbol für Klima- und Artenschutz gewählt habe – Ziele, für die der Bezirk Lichtenberg eintrete. Kattas, die zur Gruppe der Lemuren gehören, sind in ihrer Heimat Madagaskar durch den Verlust ihres Lebensraums und durch Bejagung stark bedroht.

 

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