Bundesverdienstkreuz verliehen

04.12.2017, Pia Szecki

Hohenschönhausen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte am Montag, 4. Dezember, dem Journalisten Jörg Kürschner das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Damit würdigt er das Gründungsmitglied und Vorsitzenden des Fördervereins Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement als ideeller und finanzieller Förderer der Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Unter Kürschners Vereinsleitung seien „zahlreiche Projekte aus den Bereichen Bildung, Ausstellung, Forschung, Publikation und Öffentlichkeitsarbeit gefördert worden“, so der Bundespräsident. Dabei stehe vor allem die historisch-politische Bildung von jungen Heranwachsenden im Fokus. Steinmeier lobte außerdem Kürschners Engagement als Zeitzeuge, der Besuchergruppen die Lebensumstände im ehemaligen zentralen Stasi-Gefängnis vermittele und Politiker und internationale Delegationen begleite.

Kürschner betrachtet die Auszeichnung nicht nur als persönliche Würdigung, sondern auch als Anerkennung der Gedenkstättenarbeit. „Gewürdigt wird damit auch das unverzichtbare Engagement meiner vielen Mitstreiter in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, die die Erinnerung an die schlimmen Menschenrechtsverletzungen der Kommunisten in der DDR-Diktatur wachhalten”, sgte er.

Die Verleihung fand anlässlich des Tages des Ehrenamts am 4. Dezember 2017 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Schloss Bellevue statt. Mit dem Journalisten wurden 25 weitere Frauen und Männer für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

 

 

 

 

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