In der Gartenstadt werden Straßen benannt, die erst noch entstehen

Bayern grüßt Karlshorst

06.07.2017, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel. Straßenbenennungen im Oktober 2014. Zum Vergrößern Hauptbild anklicken.

Landkreis Regen / Karlshorst. Acht weitere Straßen im Wohngebiet Gartenstadt Karlshorst II und ein Stadtplatz werden am Sonnabend, 8. Juli, nach Ortschaften und nach Bergen im bayerischen Landkreis Regen (Bayerischer Wald) benannt. Die bisher nur nummerierten Planstraßen heißen dann: Arnbrucker Straße, Bischofsmaiser Straße, Langdorfer Straße, Osserweg, Rachelweg, Ruhmannsfeldener Straße und Prackenbacher Straße. Die kleine Verbindungsstraße zwischen der Langdorfer Straße und der Prackenbacher Straße trägt künftig den Namen Lusenpfad. Und der der Stadtplatz an der Arnbrucker Straße wird als Arberlandplatz benannt. Die Straßen sind im Zuge des Baufortschritts der Siedlung gerade erst im Entstehen.

Gute Bekannte und Freunde

„Die Namensgebung schon in der Bauphase ist für die Bauleute und die künftigen Bewohner zur besseren Orientierung von großem Vorteil“, sagt der Karlshorster Günter Toepfer, Lichtenberger Heimatchronist und Buchautor (u.a. „Verliebt in Karlshorst“). Der pensionierte Bauingenieur ist einer der Initiatoren der Straßenbenennung. Er weiß um die Begeisterungsfähigkeit und Herzlichkeit der Bayern. Denn schon im Oktober 2014 wurden unter seiner Mitwirkung in der Nachbarschaft neun Straßen nach dem Landkreis Regen, nach Viechtach, Eisenstein, Kirchdorf, Frauenau, Patersdorf, Rinchnach, Teisnach und Zachenberg benannt. Ausgangspunkte dafür waren die Zwieseler Straße, die nun bereits seit 82 Jahren so heißt, der Bodenmaiser Weg, die Kötztinger Straße und die Arberstraße (Der Landkreis Regen ist touristisch vor allem als „Arberland“ bekannt.)

„Großer Bahnhof“ bei Straßenbenennungen

So wie 2014 werden auch dieses Mal 20 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus der Region, Landräte des Landkreises Regen, eine Trachtentanzgruppe und eine Kapelle erwartet. Lichtenberger Bezirkspolitikerinnen und Politiker sowie Verordnete der Bezirksverordnetenversammlung werden dem feierlichen Akt der Namensgebungen beiwohnen. Bereits im März 2017 hatte die Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung (BVV) einmütig den entsprechenden Beschluss für die weiteren bayerischen Straßennamen in der Gartenstadt gefasst.

„Des wird a Gaudi“

Im Anschluss an die Feierlichkeiten soll, gemeinsam mit bestehenden und künftigen Anwohnern (nur mit Einladungskarte und Coupons – keine Kasse), zünftig gefeiert werden. „Des wird a Gaudi mit Bayerischer Brotzeit und Musi“, ist sich Günter Toepfer sicher. Er will zur Feier des Tages noch einige wenige Exemplare seines Buches „Verliebt in Karlshorst“ zum Erwerb feilbieten. Eine Rarität, denn die Publikation ist im Buchhandel lange vergriffen.

Die Straßenbenennungen mit bayerischen Namen werden – zumindest vorerst – die letzten sein. Das Quartier ist mit der Bebauung der neuen Straßen fast komplett. Ein Grund zur Einladung der Namensgeber und zum gemeinsamen Feiern findet sich aber auch dann allemal.

 

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