Verkehrsberuhigung im Biesdorfer Getreideviertel: Änderung geplant

Bald neue Regelung

12.02.2018, Birgitt Eltzel

Fotos: Birgitt Eltzel

Biesdorf. Seit Anfang Januar gilt im Biesdorfer Getreideviertel eine neue Regelung für den Durchgangsverkehr zum Blumberger Damm: Der Rapsweg ist ab Höhe Gerstenweg für Fahrzeuge aller Art gesperrt. Mit dieser Anordnung, die für viel Kritik unter Autofahrern sorgte, wollte das Bezirksamt für eine Verkehrsberuhigung im Viertel sorgen, das von kleinen Ein- und Zweifamilienhäusern und schmalen Straßen dominiert wird. Doch jetzt wird wieder umgesteuert: Das Einfahrt-verboten-Schild soll wegkommen, an allen Zugängen ins Viertel (sowohl von der Oberfeldstraße aus als auch vom Blumberger Damm) werden neue Schilder aufgestellt: Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge aller Art, Anwohner ausgenommen. „Bis zum Ende des Monats Februar wollen wir die Schilder ausgetauscht haben“, sagt Verkehrsstadtrat Johannes Martin (CDU).

Im Berufsverkehr Stoßstange an Stoßstange

Mit der Begrenzung der Durchfahrten wollte der Bezirk laut Martin eine Verkehrsberuhigung im Gebiet zwischen der Allee der Kosmonauten und dem Blumberger Damm schaffen. Denn insbesondere in den Zeiten des Berufsverkehrs am Morgen und am Abend nutzten viele Autofahrer den Weg durch die Siedlungsgebiete beiderseits der Oberfeldstraße als Abkürzung. Auf dem Maisweg standen dann die Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange, Benzin- und Dieselabgase ausstoßend. „Wir haben an der Ausfahrt Richtung Blumberger Damm täglich 1.800 Fahrzeuge gezählt, 900 im Rapsweg, dazu 900, die vom Gerstenweg kamen“, berichtet Martin. Mit der neuen Regelung ab Januar seien nur noch 500 Fahrzeuge gezählt worden. Eine vorgeschlagene Einbahnstraßenregelung hätten die Anwohner abgelehnt.

Manche Autofahrer ignorieren das Verbot

Das Verbotsschild im Rapsweg hat allerdings nicht jeden Autofahrer daran gehindert, doch auf den Blumberger Damm auszufahren. Wir haben den Test gemacht und uns an einem Werktag gegen 16.30 Uhr an die Kreuzung Raps-/Gerstenweg gestellt. Innerhalb von nur fünf Minuten haben wir zwölf Autos gezählt, die die verbotene Strecke durchfahren haben ­ von Pkw bis hin zu Kleintransportern (siehe Fotogalerie). Martin erzählt, es sei dort auch schon zu brenzligen Situationen gekommen. Anwohner, die vom Blumberger Damm kamen, hätten auf die Falschfahrer regelrecht zugehalten.

Insgesamt wird Viertel entlastet

Die neue Lösung soll nun Abhilfe bringen. Allerdings ist sich der Stadtrat bewusst, dass es wohl weiter Menschen geben wird, die die Anlieger-Regelung bewusst missachten. Denn rund um die Uhr könnten dort keine Kontrollen stattfinden: „Aber insgesamt wird das Viertel dadurch wesentlich vom Durchfahrtverkehr entlastet.“

 

 

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