Acht Standorte für Flüchtlingsunterkünfte

09.02.2016, Linna Schererz

Marzahn-Hellersdorf. In Abstimmung mit dem Bezirk hat der Senat 8 Standorte für die Errichtung sogenannter MUF (Modularer Flüchtlings­unterkünfte) ausgewählt, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksamtes. In dieser Liste sind auch die bereits geplanten und veröffentlichten Grundstücke Märkische Allee/ Martha-Arendsee-Straße und Wittenberger Straße 16 enthalten. Für das Grundstück in der Märkischen Allee liege inzwischen eine Baugenehmigung vor, so dass die Errichtung in Kürze starten könne. Aktuell prüfe das Bezirksamt, welche von den Flächen auch für eine gleichzeitige Errichtung von Studentenwohn­heimen in gleicher Bauweise in Frage kommen. So könnten die Standorte, wenn sie in Zukunft nicht mehr für Flüchtlinge benötigt werden, sinnvoll genutzt werden. Die Gebäude, die mit einem standardisierten Grundriss aus vorgefertigten Teilen errichtet werden, haben eine Genehmigung von mehr als 50 Jahren. Die abgestimmten Standorte liegen: in der Märkischen Allee, Martha-Arendsee-Str.; in der Wittenberger Str. 16; im Buckower Ring 54, 56; in der Pöhlbergstr. 13/Bärensteinstraße; in der Albert-Kuntz-Str. neben Nummer 41 (Böschung); in der Albert-Kuntz-Str. neben Nummer 41; in der Rudolf-Leonhard-Str. 7 A und in der Rudolf-Leonhard-Str. 13. Der Senat habe dem Bezirk zugesagt, vor der Errichtung von MUF in der Rudolf-Leonhard-Straße die in der gleichen Straße als Notunterkunft belegte Sporthalle zu räumen und wieder dem Vereinssport zu übergeben.
Die Errichtung von insgesamt acht Standorten in Marzahn-Hellersdorf, die den Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterbringung, Schutz und eine Integration in die Gesellschaft ermögliche, sei angesichts der Zahlen und der Situation, in der viele der Flüchtlinge aktuell leben, ein Gebot der Menschlichkeit, betont das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf. Die Versorgung, die Aufnahme und Integration sowie die Beschulung der Kinder und Jugendlichen in bisher unbekanntem Ausmaß erfordere ein gemeinsames, engagiertes Handeln, erklärt Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD).

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