Neuer Träger übernimmt Unterkünfte

17.04.2017, Pia Szecki

Marzahn-Hellersdorf/ Berlin. Der landeseigene Betrieb für Flüchtlingsunterkünfte übernimmt am Mittwoch, 19. April, die erste von drei Einrichtungen, die er künftig in Berlin betreiben wird. Nach einer sorgfältigen Planungs- und Vorbereitungsphase übergibt der bisherige externe Betreiber die Gemeinschaftsunterkunft Maxie-Wander-Straße im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Die Übergaben der Einrichtungen Wassersportallee und Venusstraße/ Quittenweg (beide Treptow-Köpenick) von den freien Trägern, deren Verträge auslaufen, an die landeseigene Gesellschaft, erfolgen im April und Mai. Claudia Langeheine, Präsidentin des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten: „Die bisherigen Betreiber haben in den Unterkünften sehr gute Arbeit geleistet, dafür und für ihren Kooperationswillen möchte ich ihnen ausdrücklich danken. Sie arbeiten sehr professionell an einem gemeinsamen Übergang.“

Wie die Pressestelle des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) mitteilt, beschreitet das Land Berlin mit dem Eigenbetrieb neue Wege nach dem Vorbild Hamburgs. Der landeseigene Berliner Träger hat im Februar dieses Jahres unter enger Mitwirkung und mit Unterstützung derSenatsverwaltung für Finanzen, der Berliner Immobilienmanagement GmbH und des LAF mit den Arbeiten und dem Aufbau der Projektstruktur begonnen. Damit der Betreiberwechsel für die Bewohner/innen reibungslos geschehen kann, gab es zuvor Besichtigungen und Erläuterungen zu den Spezifika der Objekte. Ein gemeinsamer Übergangsprozess ist vereinbart, während dessen Beschäftigte des Eigenbetriebs mehrere Tage im Voraus mitlaufen. Anschließend werden noch Ansprechpartner der bisherigen Betreiber bis zu zwei Tage vor Ort sein.

Die beteiligten Bezirke sind über die Termine informiert. Die Vernetzung mit den ehrenamtlichen Strukturen ist bereits in die Wege geleitet, hier wird es eine Weiterführung geben. Durch Inhouse-Vergaben, wie sie im Eigenbetrieb möglich sind, soll aus den Erfahrungen in den Jahren 2015/16 sichergestellt werden, dass in Notsituationen schneller reagiert werden kann.

 

 

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