Glückwunsch Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge!

175 Jahre KEH – 125 Jahre Herzberge

19.04.2018, Volkmar Eltzel

Fotos: Volkmar Eltzel ...

Lichtenberg. Mit einem Gottesdienst und einem Festakt begingen am Mittwoch, 18. April, Ärzte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Förderer und zahlreiche Gästen aus der Berliner Politik und Wirtschaft das 175. Jubiläum zum Bestehen des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH). Michael Mielke, Geschäftsführer des KEH, Dr. Rainer Norden, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EDKE und viele weitere Festredner würdigten die hervorragende Arbeit der Frauen und Männer in allen Berufsgruppen zum Wohle der Patienten. Ihnen sei es insbesondere zu verdanken, dass die Einrichtung auch schwere Zeiten überstand und erhalten werden konnte, sagte Dr. Rainer Norden. „Kompetent, Erfahren, Herzlich“ wird das KEH anlässlich der runden Geburtstage neu buchstabiert.

1.200 Beschäftigte und 748 Behandlungsplätze

Das Evangelische Krankenhaus verfügt heute über 14 Fachabteilungen, sechs hochspezialisierte Zentren, sieben Tageskliniken mit insgesamt 748 Behandlungsplätzen. Mehr als 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für qualifizierte medizinische Versorgung und zugewandte Pflege. Auf dem Weg zum „demenzsensiblen Krankenhaus“ und als „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ (DDG) zertifiziert, finden insbesondere ältere Patientinnen und Patienten eine angepasste medizinische Versorgung. Für Menschen mit Beeinträchtigungen wurden auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Therapiebedingungen geschaffen. Die 1907 gegründete Evangelische Krankenpflegeschule auf dem Gelände bildet mit 80 Plätzen den pflegerischen Nachwuchs aus.

Alles begann mit 12 Betten

Vor 175 Jahren haben sozial engagierte Menschen auf Anregung der Königin Elisabeth von Preußen (1815-1885) mit der Gründung eines Kinderkrankenhauses in Berlin-Mitte ein Zeichen gegen das unbeschreibliche Kinderelend in der explosionsartig wachsenden Industriestadt Berlin gesetzt. In der Berliner Wilhelmstraße 133 begann alles mit 12 Betten. Nach dem Umzug in ein größeres Haus mit 60 Betten – als „Elisabeth Kinder-Hospital“ (EKH). Als die Kapazitäten nicht mehr ausreichten, nahm die Krankenhausleitung das Angebot der östlichen Vorortgemeinden Oberschöneweide, Friedrichsfelde und Friedrichshagen an, ein Krankenhaus an anderem Standort zu errichten. 50 Jahre später nahm das psychiatrische Krankenhaus Herzberge in Berlin-Lichtenberg seine Arbeit auf.

Modern, interdisziplinär und hochspezialisiert

Heute ist das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge eine moderne, leistungsfähige Einrichtung mit 13 Chefärzten und speziell geschulten, interdisziplinär arbeitenden Teams, hochspezialisiert für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Die Entwicklung des Krankenhauses geht weiter. Als aktuelle und perspektivische Schwerpunktaufgaben definierte Dr. Manfred Lang, Ärztlicher Direktor am KEH, in seiner Festrede: die Erschließung neuer medizinischer Behandlungsfelder, die Digitalisierung und die Einstellung auf neue gesundheitspolitische Rahmenbedingungen.

Zum ersten Mal wird auf dem Areal des KEH in Herzberge auch neu gebaut. Nach der umfassenden Sanierung aller Gebäude in den vergangenen Jahren, entsteht bis Ende 2018 ein Medizinisches Versorgungszentrum mit Behandlungsräumen, mehreren Stationen und 72 Betten. Über 19 Millionen Euro werden in die Erweiterung investiert. (LiMa+ berichtete)

Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gGmbH
Herzbergstraße 79, 10365 Berlin-Lichtenberg
Telefon (030) 54 72 – 0
www.keh-berlin.de

 

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