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Zuhause hui – auswärts meistens pfui

20.01.2015, Christian Baumeier

Fotos: Christian Baumeier

WallysHockeyCorner Acht Heimspiele konnten die Eisbären Berlin seit 14. Dezember 2014 für sich entscheiden, während sie auswärts seit dem 28. Dezember vier Spiele hintereinander verloren. Erst am vergangenen Sonntag, 18. Januar, gelang es ihnen in Hamburg endlich wieder zu punkten. Die Punkte, die man auswärts hat liegen lassen, hätte man dringend gebraucht im Kampf um den noch unter dem ehemaligen Headcoach Jeff Tomlinson anvisierten 4. Tabellenplatz nach der DEL-Hauptrunde, der das Heimrecht im Viertelfinale bedeutet. Momentan stehen die Berliner auf dem 5. Platz, aber es wäre meines Erachtens noch Platz zwei nach der DEL Hauptrunde hinter Mannheim möglich. Die letzten fünf Spiele der Bären seit der letzten Kolumne waren recht durchwachsen. Drei Siege stehen zwei Niederlagen gegenüber. Am 6. Januar verloren die Eisbären gegen die Düsseldorfer nach Penaltyschiessen 4:3. Drei Tage später konnte man konsequent 4:0 gegen die Wild Wings aus Schwenningen siegen. Das Sonntagsspiel am 11. Januar ging mit 6:4 an den DEL Spitzenreiter aus Mannheim. Das letzte Wochenende war aus Sicht der Bären ein 6-Punkte-Wochenende. Zuerst gewannen die Bären am Freitag in der o2 World 3:0 gegen die Ice Tigers aus Nürnberg und zwei Tage später endlich wieder einmal auswärts 1:4 in Hamburg. Beim Heimspiel gegen Nürnberg gelang Goalie Mathias Niederberger sein erstes Zu-Null-Spiel (Shutout) in der DEL. Dementsprechend aufgekratzt war er nach dem Spiel auch in der Mixed Zone beim Interview mit den Journalisten. Eine kleine Besonderheit ist auch, dass die Eisbären seit drei Heimspielen zu Hause kein Tor mehr kassierten. Chapeau an Niederberger, der wie schon geschrieben sein Tor sauber hielt und Petri Vehanen, der gegen Schwenningen und München fehlerfrei blieb.

DEL Wintergame in Düsseldorf

Vier Tage nach dem Spiel der Eisbären in Düsseldorf fand das zweite DEL Wintergame statt. Nach 2013, als die Eisbären gegen die Thomas Sabo Ice Tigers spielten, trafen sich die Kölner Haie und die Düsseldorfer EG zum Rheinderby in der Esprit-Arena, in der sonst Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga spielt. 3:2 gewannen die Düsseldorfer gegen den KEC. Für mich persönlich war das „Event“ nach dem Hochgefühl, dass ich wegen dem Winter Classic Spiel in Washington hatte, eher so mittelmäßig. Außer einer spektakulären Lichtshow konnte das Event irgendwie nicht so viele Wow Effekte bieten. Ob es daran lag, dass wegen der schlechten Witterungsbedingungen das Hallendach der Esprit-Arena zu bleiben musste oder ob wegen des schier endlosen Gigs von Mando Diao vor dem Spiel doch der ein oder andere Geduldsfaden gerissen ist: Man hatte quasi das Gefühl, dass das Konzert im Vordergrund steht und als Zugabe noch ein wenig Eishockey gespielt wurde. Bei mir ist der Funke keinesfalls übergesprungen wie bei den Freiluftspielen in Nordamerika. Trotz alledem hoffe ich, dass sich die Eisbären um das DEL Wintergame im Januar 2017 bemühen, da ich mir vorstellen könnte, dass das Olympiastadion ein perfekter Standort wäre. Hoffnungen machte Eisbären Manager Peter-John Lee schon, als er im Interview mit Servus TV diesbezügliche Andeutungen fallen ließ. Mehrere Spiele wären auf alle Fälle möglich, so zum Beispiel neben dem DEL Spiel vielleicht auch eines der DEL2. Ein Derby zwischen Dresden und Crimmitschau, wie es das schon in der NHL im Januar 2012 gab, als die AHL die Outdoorspielfläche im Baseballstadion Citizins Bank Park nutzte, um vier Tage nach den NHL Winter Classics das AHL Outdoor Classic durchzuführen. Vielleicht ist das aber auch eine Möglichkeit, die Kosten zwischen DEL und DEL2 zu teilen, wenn die gesamte Veranstaltung etwas größer wird.

Verschiedenes
Verwirrung stiftete am 16. Januar ein B.Z. Artikel, der kurz vor Spielbeginn gegen Nürnberg Online veröffentlicht wurde. Darin stand, dass der Eisbären Stürmer Matt Foy an Depressionen erkrankt sei. In der Nacht vom 16. zum 17. Januar antwortete Foy auf meine Genesungswünsche bei Twitter, dass der Artikel falsch sei. Auch bei den Eisbären krachte es bei diesem Thema. Sportdirektor Stefan Ustorf polterte nach dem Spiel-Interview mit Mathias Niederberger gegen anwesende Journalisten: Es könne nicht wahr sein, dass die Eisbären selbst nur wüssten, dass Foy krank ist, die BZ aber schon Diagnosen stelle. Das sei eine Frechheit sondergleichen. Einen Tag später veröffentlichten die Eisbären dann die Presseinformation, dass Foy zwar krank sei, sie aber Wert darauf legten, dass es sich nicht um eine Depression handele.

Die Eisbären unterstützen die Kampagne zur Bewerbung Berlins um die Olympischen Sommerspiele 2024. Seit dem 18. Januar tragen die Spieler auf ihren Trikots den Patch „Berlin für Olympia“. Schon bei der Olympiabewerbung um die Olympischen Spiele 2000 hatte der Verein die damalige Kampagne mit dem Logo auf den Trikots mitgetragen.

Am 9. Januar sammelten die Eisbärenfans für die Kältehilfe Berlin. Neben vielen Sachspenden kamen auch über 3.200 Euro an Spenden zusammen.

OSC Berlin und FASS Berlin

Die Topspiele der DFEL fanden am 17. Und 18. Januar in Berlin statt. Die Tabellenzweiten vom OSC Berlin empfingen die Tabellenersten vom ESC Planegg. Beide Spiele gingen mit 0:5 an die Gäste und der 2. Tabellenplatz wurde mit den Damen vom ERC Ingolstadt getauscht.

Zum 125 jährigen Jubiläum gratuliere ich dem Olympischen Sport Club Berlin und wünsche alles Gute sowie mindestens weitere 125 weitere Jahre.

Auch in den letzten beiden Spielen gab es nichts zu holen für die Akademiker von FASS Berlin. Während man gegen Tornado Niesky nach Penaltyschiessen 2:3 verlor, ging man gegen die Saale-Bulls aus Halle sang- und klanglos 2:9 unter.

Ciao and Take care!
Wally #WHC

 

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